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Veröffentlicht: Oktober 14, 2016 in Veranstaltungen

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Girl Power – The First Women’s Graffiti And Street Art Documentary
http://www.girlpowermovie.com/

[english below]

Girl Power ist eine Dokumentation, die Graffitiwriterinnen aus 15 Städten vorstellt – Prag, Moskau, Kapstadt, Syndney, Biel, Madrid, Berlin, Toulouse, Barcelona und New York. Die Graffitiszene ist überwiegend eine Männerwelt und Männer teilen oft die Meinung, dass Graffiti (vor allem illegales Malen) nichts für Frauen wäre. Dennoch haben sich Frauen in den letzten Jahren immer mehr emanzipiert; es gibt weibliche Graffiti Shows, Magazine und Internetseiten. Girl Power erfasst die Geschichten von Frauen, die es in der männlichen Graffitiwelt geschafft haben zu bestehen.

Allerdings ist Girl Power mehr als nur ein Einblick in den Graffiti-Mikrokosmos. Er erzählt die bewegende Geschichte der tschechischen Writerin Sany, die sich 2009 entschloss weibliche Emanzipation in der Graffitiszene zu verfilmen und weiteren Frauen die Möglichkeit zu geben sich darin auszudrücken. Es hat sieben lange Jahre gedauert, den Film abzuschließen. Wir folgen ihrem Leben mit Graffiti, ihrer Motivation und ihren Werten, die sich über die Jahre verändern. Wie treffen auch ihre Familie, die nichts über ihr „zweites Leben“ weiß. Sany hat viel für diesen Film gegeben, aber selbst, wenn sie am Ende ihrer Kräfte ist, will sie ihren Traum nicht aufgeben – den ersten Film über weibliche Graffitiwriterinnen zu machen.

Die Dokumentation ist in Originalsprache – der Untertitel ist in deutscher Sprache

Eintritt frei

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Salt City Antifa

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Girl Power is a documentary that presents female graffiti writers from fifteen cities – from Prague to Moscow, Cape Town, Sydney, Biel, Madrid, Berlin, Toulouse, Barcelona and all the way to New York. The graffiti community is predominantly a man’s world, and men often share the view that graffiti – namely the illegal kind – is not for girls. And yet women have become increasingly more emancipated in recent years; there are female graffiti shows, magazines and websites. Girl Power captures the stories of ladies who have succeeded in the male graffiti world.

However, Girl Power is more than just a look into the graffiti microcosm; it tells the moving story of Czech writer Sany, who decided in 2009 to capture female emancipation in graffiti on film and to give other girls and women the possibility to express themselves. It took her 7 long years to complete the documentary. We follow her life with graffiti, her motivation and values that keep changing as the years go by. We will also meet her family, who are absolutely unaware of Sany’s „second life“. Sany sacrifices a lot for the film, but even when she’s at the end of her tether, she refuses to give up on her dream – to make the very first movie depicting females in graffiti.

Free Entrance

Workshops: Was tun bei rassistischen Polizeikontrollen? / What to do about racist police controls? / Qu’est qu’il faut faire contre le contrôle raciste de la police?

-de-
von der Kampagne für Opfer rassistisch motivierter Polizeigewalt (KOP)
Wann? am Montag, 15.05.2017, 18-20 Uhr
Wo? Katzenstrasse 2, 21335 Lüneburg
offen für (potenziell) Betroffene, Zeug_innen und alle sonst Interessierten

Du wirst von der Polizei kontrollierst oder bekommst eine Kontrolle mit und glaubst, dass die Kontrolle etwas mit Aussehen und Hautfarbe zu tun hast? Du bist dir sicher, dass die Polizeikontrolle rassistisch motiviert ist, aber du weißt nicht, was du (dagegen) tun kannst? Du bist genervt und/oder befürchtest, dass dir etwas passiert, wenn du dich mit der Polizei anlegst? Du möchtest dich wehren oder unterstützen und einschreiten – aber wie?
In diesem Workshop thematisieren wir das System rassistischer Polizeigewalt, racial profiling und den alltäglichen Ausnahmezustand für die Betroffenen und versuchen gemeinsam Schritte praktischer Solidarität entwickeln. Methoden: Positionsübungen, Input, Gruppenarbeit und Infomaterial.

Die Teilnahme ist kostenlos. Der Workshop wird nach Bedarf auf Deutsch und Englisch gehalten. Übersetzung in weitere Sprachen kann ggf. auf Anfrage organisiert werden. Wenn Ihr in weitere Sprachen übersetzen könntet, schreibt es gern bei der Anmeldung dazu. Kinderbetreuung vor Ort während des Workshops können wir organisieren. Schreibt uns dazu gerne ob Ihr mit Kind*ern kommt und Unterstützung möchtet.

Anmeldungen bitte per Mail an: antira@asta-lueneburg.de

-eng-
by the Kampagne für Opfer rassistisch motivierter Polizeigewalt (KOP)
When? Monday, 15.05.2017, 6 pm – 8 pm
Where? Katzenstrasse 2, 21335 Lüneburg
open for (potentially) affected people, witnesses and everyone else interested

You are being controlled by the police – in the train or at the station, in a park or on the street – or you witness a police control and you think that the control has something to do with appearance and skin color? You are sure that there is a racist motivation behind the control, but you don`t know what to do about it? You’re annoyed and/or afraid of getting into trouble if you start an argument with the police. You want to react against the control – but how? In this workshop, we deal with the system of racist police violence, “racial profiling” and the daily struggles of affected people. Together we want to exchange experiences and develop strategies to fight back. The goal is to develop strength, solidarity and empowerment. Methods: Practical work, inputs, group-work, information material.

Participation is free. The workshop will be held in German and if requested in English. For translation into further languages please contact us in advance. If you can translate into further languages, please also contact us. Childcare during the workshop can be organized. Please mention if you are coming to the workshop with kid*s and want support during the workshop.

Please register via email to antira@asta-lueneburg.de

„Die braune Saat. Neonazismus und Rassismus in der DDR – Ursachen und Folgen“ mit Harry Waibel

Bis zum Untergang der DDR wurden Antisemitismus, Neonazismus und Rassismus offiziell als ein Staatsgeheimnis behandelt, und das kommt hinzu, über das Ende der DDR hinaus bis in die Gegenwart verleugnet und verdrängt. Erst seit dem sich seit einem Jahr in Dresden und mittler¬weile auch in einigen anderen Städten im Osten, eine rechte Massenbewegung gegen Muslime auf Straßen und Plätzen öffentlich zeigt, wird danach gefragt, woher diese Bewegung kommt. Seit über 20 Jahren forsche ich als Historiker zum Verlauf, zu den Ursachen und den Folgen des Antisemitismus und Neonazismus in der DDR und die Ergebnisse stammen zum größten Teil aus über 2.000 unveröffentlichten und streng geheim gehaltenen Materialien, die in den Archiven des MfS und im Bundesarchiv-SAPMO (SED und FDJ) aufbewahrt werden. Danach sind insgesamt über 8.600 neonazistische, rassistische und antisemitische Propaganda- und Gewalttaten belegt. Etwa 7.000 neonazistische Angriffe bilden numerisch das Hauptgewicht in diesem Spektrum des Grauens, während der Anteil der rassistischen Angriffe bei etwa 725 Vorfällen liegt. Hierbei sind die Angriffe auf afrikanische, muslimische und kubanische Arbeiter von Bedeutung, sie stellen das Gros der Opfer dar. Der Anteil antisemitischer Angriffe liegt bei etwa 900 und davon sind etwa 145 Schändungen jüdischer Friedhöfe und Gräber zu konstatieren. Mindestens 10 Personen sind bei diesen politisch motivierten Ereignissen getötet worden und die Zahl der Verletzten geht in die Tausende. Diese Straftaten haben in etwa 400 Städten und Gemeinden stattgefunden und sie sind insgesamt ein Ausdruck für eine rechte Bewegung in der DDR.

Ab den 1960er Jahren haben in über 110 Städten und Gemeinden etwa 200 Pogrome bzw. pogromartige Angriffe von Neonazis stattgefunden. Ab den 1970er Jahren gab es über 30 rassistische Angriffe auf Wohnheime von ausländischen Arbeitern, wobei der Anfang ein Wohnheim in Erfurt 1975 war und diese Reihe endete in der DDR im August 1990 als in Trebbin (Bezirk Potsdam) ein Wohnheim für Mosambikaner von etwa 30 Neonazis angegriffen wurde. Insgesamt sind etwa 100 lose bzw. geschlossene neonazistische Gruppen für die DDR belegt.

Seit der Vereinigung der beiden deutschen Staaten haben nach Angaben des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) mehrere hunderttausend rechte Propaganda- und Gewaltstraftaten stattgefunden und nach meinen Recherchen gab es in diesem Zeitraum über 250 Tote und tausende Verletzte und der Anteil der Täter stammt überproportional (3:1), d. h. gemessen an der Zahl der Einwohner, aus den neuen Ländern im Osten. Diese Struktur lässt sich ebenfalls in Berlin feststellen, wenn man die Berliner Bezirke im Osten und im Westen vergleicht. Fälschlicherweise wurde behauptet, diese Entwicklung wäre ausschließlich den ökonomischen, sozialen und politischen Verwerfungen seit dem Vereinigungsprozess geschuldet. Doch jetzt ist klar, in beiden deutschen Staaten, der Bundesrepublik und auch in der DDR, hat es Neonazismus, Rassismus und Antisemitismus gegeben und sie bilden die historischen Voraussetzungen, ohne die es nicht zu den brandgefährlichen gesellschaftspolitischen Verhältnissen der Gegenwart hätte kommen können.

Eintritt frei

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Literaturbüro Lüneburg

 

Nur einen Steinwurf von der Roten Flora entfernt soll Anfang Juli der G20-Gipfel in den Hamburger Messehallen stattfinden. Schon jetzt ist klar, die Stadt wird während dieser Tage in einen temporären Ausnahmezustand versetzt werden. Tausende Bullen, Militär und Geheimdienste werden versuchen die Handshakes, Pressetermine und Kamingespräche der Regierungschef_innen zu schützen und rote, gelbe und blaue Sicherheitszonen sollen Aufenthalts- und Demonstrationsverbote für weite Teile der Stadt rechtlich legitimieren.

Gegen diese Abschottungsversuche der Mächtigen rufen autonome und antikapitalistische Gruppen dazu auf, Hamburg zu einem Ort und Ausrufezeichen des Widerstandes gegen die alten und neuen Autoritäten des Kapitalismus zu machen. Das Bündnis „Welcome to Hell“ mobilisiert für den Donnerstagabend vor dem Gipfelwochenende zu einer internationalen antikapitalistischen Großdemonstration, um eine radikale Kritik gegen patriarchale und kapitalistische Zustände sichtbar zu machen und das aktionistische Startsignal für den Gipfelwiderstand zu geben. Am Freitag folgt der zentrale Aktionstag gegen den Gipfel, an dem verschiedene Bündnisse zu einem Sturm auf die Rote Zone rund um die Tagungsorte und zu Blockaden zentraler kapitalistischer Infrastruktur wie dem Hamburger Hafen mobilisieren. Zehntausende Aktivist_innen werden diesen Aufrufen folgen. Für den Samstag ist abschließend eine zentrale spektrenübergreifende Großdemonstration mit über 100.000 Teilnehmer_innen geplant, an der sich auch antikapitalistische Blöcke beteiligen werden.

Mit der Veranstaltung wird der aktuelle Stand der autonomen und antikapitalistischen Mobilisierung vorgestellt und ein Überblick zu den bisher geplanten Aktionen gegen den G20-Gipfel gegeben. Es gibt ausreichend Mobimaterial und es ist gibt Platz für Diskussion und Fragen.

>>> G(egen)20 Bündnis Lüneburg Infos: https://g20lueneburg.noblogs.org/

100blumen (Electro – Hard-Core – Drum ’n‘ Bass – Punk) aus Düsseldorf

laden ein zum Zuhören, Abgehn, Tanzen, Weiterkämpfen.
Die Türen öffnen um 20:30 Uhr
Besonders gespannt sind wir auf den support von Krachwalze (Gameboy – death-metal – punk) aus Bremen, denn die sind „wie die Möwen am Strand: laut schrill und wenn du nicht aufpasst klauen sie dir die Pommes“!
Im Anschluss gehts direkt weiter mit Punk-Disco mit DJ Thedi.
Damit dieser Abend für und alle schön wird, gilt wie immer:
Nationalismus, Sexismus, Rassismus und andere Moppelkotze bleiben draußen.
Also: kommt vorbei, ladet Freund*innen ein, erzählt oder schickt es weiter
und habt zusammen mit uns einen wunderhübschen Abend.

http://100blumen.com/
https://100blumen.bandcamp.com/
https://krachwalze.bandcamp.com/
https://www.facebook.com/events/436623406673101